Montage Fertigkeller: Ein Walzer auf der Kellerdecke

Fertigkeller Montage

Heftig gefroren. Total gefreut. Spaß gehabt. Sehr beeindruckt. Walzer getanzt. Gruppenbild mit Dame. So könnte die Kurzbeschreibung unserer Kellermontage lauten. Oder noch kürzer: Es war ein supertoller Tag!

Der Montagetrupp? Perfekt.

Ihr mögt uns für ein bisschen verrückt halten – aber am Nachmittag haben wir auf unserer Kellerdecke Walzer getanzt! Und die drei Jungs vom Montagetrupp klatschten Beifall. Wir hatten den ganzen Tag über eine tolle Stimmung, auch weil Heinrich (Möbus), Alexander (Hellwer) und Mustafa (Peker) wirklich großartig sind. Das gilt für ihre ruhige, professionelle Arbeit, bei der jeder Handgriff sitzt und man immer das Gefühl hat, die haben alles voll im Griff. Darüber hinaus waren sie durchweg gut drauf und gaben auch vor der Kamera eine ausgezeichnete Figur ab.

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Das Kribbeln im Bauch

Naja, das war ja auch nicht der erste Keller, denn die drei gebaut haben.
Sie machen den Job schon seit Jahren und bauen derzeit jede Woche zwei bis drei Keller auf! Wenngleich auch ich beruflich bereits manche Kellermontage miterlebt habe, ist es beim eigenen doch etwas anderes.(Mehr zum Thema Kellerbau allgemein in unserem Ratgeber).

Als wir morgens auf der Baustelle ankamen, hat´s bei Christine und auch bei mir doch ein wenig im Bau gekribbelt. Man ist einfach beeindruckt, wenn die mit schweren Betonteilen beladenen Lkw anrollen, und der mächtige Autokran losdröhnt; ganz zu schweigen von seinem imposanten Kranarm, der die Wandelemente hoch über unseren Köpfen Richtung Bodenplatte schwenkt, als wären sie ein Stück Papier.

Dass der Lkw mit der Betonpumpe eine Stunde zu spät ankam, nahm der Bautrupp ebenso gelassen hin wie wir. Ich meine, uns geht das ja auch nichts an, wir bezahlen ja pauschal. Egal, wie lange die Arbeiten dauern…

Men at work

Millimetergenau werden die Wände an den richtigen Stellen platziert, am Boden befestigt und miteinander verbunden. Jörg Marin, ein befreundeter Fotograf und Filmer, heute natürlich auch vor Ort, geht ganz nah ran: „Das bewegte Bild braucht Nähe!“. Mit dabei

selbstredend auch Ralph Steckelbach, ebenfalls Profifotograf. „Hey Ralph, das ist schon ´was anderes, als Bilder zu knipsen oder im Büro am Laptop zu sitzen…!“ Ralph

schaut mich etwas irritiert an. „Ne, Mann, ganz ehrlich, das hier ist doch echte Männerarbeit, nicht?“ Er schüttelt nur leicht mit dem Kopf und hält weiter drauf.

Seine Motive zeigen viel Erde und grauen Beton, und vor der Linse hat er heute keine professionellen Models in Badekleidung oder schicken Sportoutfits. Dennoch scheint auch ihm die Arbeit Spaß zu machen, denn die Jungs vom Bau sind einfach nur cool; was übrigens auch für die Lkw-Fahrer und alle andern gilt, die rund um die Baustelle zu tun haben.

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 Mittagsmahl im Stehen

Wir als Bauherrschaft können den Tag einfach genießen. Im Vorfeld hatten wir für Baustrom  und -wasser gesorgt, und beim Amt die notwendige Straßensperrung beantragt. Das war´s für uns. Jetzt heißt es freuen und staunen. Bereits zur Mittagszeit stehen die meisten Wände, und wir laden alle, die vor Ort sind, zum Essen ein. Natürlich nicht „auswärts“, sondern direkt hier – und allmählich fangen wir an, von unserem „Gartengeschoss“ zu sprechen, nicht vom „Keller“. Denn mit jeder Minute mehr, und jedem Blick und Schritt nach draußen verstärkt sich die Vorfreude, von hier aus bald hinaus in den Garten gehen zu können.

Einzigartige „Dämmwertdecke“

Nachdem die Deckenelemente liegen, sehen wir uns voll bestätigt, mit dem Kauf der sogenannten Schwörer-Dämmwertdecke die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Dabei handelt es sich um eine einzigartige Holzbalkendecke mit dicker Wärmedämmschicht zwischen den Balken und einem 8 Zentimeter starken Betonspiegel darauf, in den bereits die Rohre unserer Fußbodenheizung im Erdgeschoss eingelegt sind. Einfacher, sicherer und schneller geht es für uns nicht.

Die schnelle Lösung

Als unser Bauleiter Mike Orthey vorbeischaut, sind wir bester Laune. Alles läuft rund, und es geht atemberaubend schnell voran. Er vergewissert sich, dass die Mehrspartenhauseinführung am richtigen Platz sitzt und spricht uns auf die Höhe der Lichtschächte vor den Kellerfenstern an. Die ist nämlich abhängig von der geplanten Höhe der Einfahrt und des Carports. „Wie im Plan dargestellt“, meinen wir – und haben uns getäuscht! Denn der Architekten hat vor der Nebeneingangstür eine Stufe eingezeichnet. Die wollen wir auf gar keinen Fall! Zum Glück kein Problem. Die Lichtschächte werden provisorisch montiert, und bekommen im Zuge des Carport- und Einfahrtbaus dann eine flexible Erhöhung.

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Beton wärmt die Hände

Genial lief es auch am zweiten Tag. Die wesentliche Aufgabe für den Montagetrupp: das Ausbetonieren der zweischaligen Außenwände. Weil es um die Null Grad kalt ist, haben die Jungs über Nacht eine Heizung im Keller laufen lassen – und vorgewärmten Beton bestellt! Richtig gelesen: Der Beton im Mischer kommt etwa 18 Grad warm zur Baustelle. Und ganz im Ernst: wir konnten uns an dem „dampfenden Brei“ die Hände wärmen.

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Beton wärmt die Hände

Das trocknet!

Offenbar haben Bautruppleiter Heinrich und seine Leute für jedes Problem eine Lösung und auch auf jede Frage die passende Antwort. Beispiel: Was passiert, wenn (Regen-)Wasser in den Keller läuft, wollen wir wissen. Das sei kein Ding, meint er, entweder trocknet´s von alleine wieder, oder das Wasser wird zu gegebener Zeit entfernt.

Das Finish und ein Gruppenbild

Bevor die Jungs am zweiten Tag abrücken, haben sie unter anderem noch die Übergänge zwischen Bodenplatte und Wänden mit einer Hohlkehle abgedichtet, Regenfallrohre und Lichtschächte montiert, die Kellerdecke abgedeckt, die Baustelle aufgeräumt, und sie haben den Keller sauber ausgefegt; man ist ja im Schwabenland 😉

Zum Abschluss stand ein Gruppenbild mit Dame auf dem Programm – nachdem Heinrich den Keller, spontan versehen mit einer Rotweissband-Schleife, lachend an die Bauherrin übergeben hatte! Fantastisch.

 

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