Reise zum Mittelpunkt der Erde? – Der Aushub

aushub_titelLetzten Montag fahren wir in Richtung Bauplatz, es ist irgendwie surreal. „Wird jetzt wirklich ausgegraben?“. Christine hat ganz ähnliche Gedanken… Eine Stunde später dröhnt der Bagger, schält den Humus ab und gräbt sich Schaufel für Schaufel rein ins Erdreich. Rund 300 Tonnen Erde werden am Abend aus der Baugrube geholt und auf die Deponie gefahren sein.

Vom Warten und dem öligen Leck

Im Moment sind wir einfach nur happy, dass unser Projekt Hausbau nun endlich richtig losgeht. Denn wir mussten nicht nur ein Vierteljahr(!) auf die Baugenehmigung warten, sondern beim geplanten ersten Aushubtermin musste der Bagger in die Werkstatt. Ölleck!

Naja, bei so einer komplexen Angelegenheit wie dem Hausbau kann einfach nicht alles rund laufen. Es kann immer mal etwas anders als geplant laufen und dann heißt es, sich auch einfach in sein Schicksal zu fügen. Denn oft macht man sich den (Zeit-)Stress ja auch selbst.

Das Unternehmen am Ort

Während Lastwagen für Lastwagen beim Aushub geladen wird, sie voll wegfahren und leer wiederkommen, kommt man ins Nachdenken. Wir fühlen uns bestärkt in der Entscheidung, ein ortsansässiges Unternehmen mit den Erdarbeiten zu beauftragen. HS-Bau war mit seinem ersten Angebot zwar nicht der günstigste, doch bereits beim Baustellengespräch war es gut, dass Firmenchef Rolf Stoll den Vermesser – ebenfalls in Mühlacker ansässig – und die Leute von den Stadtwerken gut kennt. So geht manches schnell und einfach „auf dem kleinen Dienstweg“.

Auch diesmal war Stoll kurz vor Ort, um die Tiefe der Baugrube nochmals genau vorzugeben. Und am Nachmittag kam er ein zweites Mal vorbei, um sie zu überprüfen. Wir fühlen uns bestens aufgehoben.

Pauschal ist gut

Eigenartig, was einem für Gedanken kommen, wenn man mal so ganz relaxed beim Aushub dasitzt und die Baggerarbeiten verfolgt. Es ist doch irgendwie eigenartig: Zuerst bezahlt man ein Grundstück, seinen Grund und Boden, für teures Geld – und danach kostet es, die Erde wieder loszuwerden…

Zurück zu den beeindruckenden 300 Tonnen Erdabfuhr. Im Prinzip kann es uns egal sein, wie viel das Zeug wiegt. Viel wichtiger ist, wieviel Kubikmeter Erde abgefahren werden. Denn bezahlt wird – so haben wir es mit der Firma vereinbart – pauschal pro Kubikmeter: messen, ausbaggern, transportieren, Deponiekosten usw., alles inklusive.

Tiefgründige Gedanken

Und schon wieder schweifen die Gedanken ab. Plötzlich taucht die Frage auf: Wie tief gehört uns das Grundstück eigentlich?! Ein paar Meter, 100 Meter, oder in Form eines eckig-runden Kegels bis zum Mittelpunkt der Erde? Krass. Ich glaube, wir sollten mal googeln… Ergebnis folgt.

4 Gedanken zu „Reise zum Mittelpunkt der Erde? – Der Aushub

  • 24. April 2017 um 10:08 am
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    Vielen Dank für die tollen Beiträge!
    Wir möchten auch bald bauen. Leider ist das Grundstück sehr uneben und es stehen noch eine Menge Bäume. Was hat der Aushub den gekostet? Können Sie eine Firma empfehlen?

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    • 24. April 2017 um 4:35 pm
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      Hallo Sabrina, danke für das Kompliment 🙂
      Zum Thema Grundstück und Aushub: Hier Kosten anzugeben, nach denen sich andere richten können, ist extrem schwer. Denn die Preise der Erdunternehmer sind regional sehr unterschiedlich und jeder Aushub ist anders: Sind wie bei Euch noch Vorarbeiten nötig („Baureifmachung“ des Grundstücks durch Entferung von Bäumen)? Soll die Erde gelagert oder auch abgefahren und deponiert werden? Wie tief soll gegraben werden? Das sind alles Fragen, die die Kosten stark beeinflussen.
      Zum Thema Empfehlung einer Firma: Wo werdet Ihr den bauen? In der Regel sollte man ein lokales/regionales Unternehmen beauftragen… Falls Ihr auch ein Fertighaus/einen Fertigkeller bauen werdet, bietet das Unternehmen normalerweise an, Euch bei der Suche und Auftragsvergabe zu unterstützen.

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  • 19. Mai 2017 um 4:44 pm
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    Guten Tag,
    erst einmal auch von mir ein großes Lob: Ihr Blog ist sehr informativ und hilfreich.
    Wir planen auch mit Schwörer oder Bien Zenker zu bauen. Was haben denn der Erdaushub inkl. Bodenplatte und Keller bei Ihnen gekostet? Wir haben da verschiedene Angebote von 20T-40T€ erhalten. Das scheint doch eine sehr weite Preisspanne zu sein. Können Sie da zumindest einen seriösen Richtwert nennen? Was ist mit der Erde, wird das Wegschaffen extra berechnet?
    Liebe Grüße aus Asperg.

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    • 22. Mai 2017 um 11:41 am
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      Hallo Martin, herzlichen Dank für das dicke Lob, freut uns sehr! Gute (Aus-)Wahl, Schwörer und Bien Zenker gehören sicher zu den Top-Unternehmen der Fertighausbranche. Wie in einer anderen Blogantwort schon geschrieben, sind die Kosten für Erdarbeiten, Bodenplatte und Keller individuell wirklich sehr unterschiedlich, sodass würden euch unsere Kosten sicher nicht viel helfen würden. Doch Achtung: Für Erdaushub mit Abfuhr und Deponiekosten(!) sowie Bodenplatte und Keller werden 20.000 Euro ganz bestimmt nicht reichen. Selbst 40.000 Euro erscheinen uns deutlich zu niedrig. Denn schon für Erdarbeiten und Bodenplatte müsst ihr eher mit der Größenordnung von 20 – 30.000 Euro rechnen. Und ein Fertigkeller: Da würden wir sagen, 40.000 plus X – es kann auch das Doppelte sein; schließlich muss der Keller auch noch abgedichtet und wärmegedämmt und verputzt werden. Unser Rat: Lasst Euch von Euren Beratern/Anbietern diese drei Posten unbedingt nochmals separat genauer beziffern! Auch die Arbeiten, die wie z.B. die Wärmedämmung gemacht werden müssen, und nicht im Leistungsumfang des Haus- bzw. Kelleranbieters drin sind. Wir hoffen, wir konnten euch helfen und wünschen viel Erfolg für Euer Bauprojekt.

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