Wand, Boden, Wand, Boden: Wohin mit der Mehrspartenhauseinführung?

Mehrsparteneinführung

„Es gibt kein Bauvorhaben, bei dem nichts passiert.“ Den Satz haben wir so oder ähnlich schon des Öfteren gehört. Auch uns ist völlig klar, dass bei so einer komplexen Angelegenheit wie dem Hausbau nicht alles glatt und reibungslos laufen kann. Doch es kommt sehr darauf an, wie die Beteiligten mit den Sachen, die schlecht liefen, umgehen. Darauf möchten wie an dieser Stelle allerdings nicht weiter eingehen.

Wichtiger ist uns, darauf hinzuweisen, dass man bei Dingen, die einem als Bauherrschaft wichtig sind, auch mal beharrlich dranbleiben muss. Auf diese Weise könnt ihr auch selbst zum Gelingen eures Bauvorhabens beitragen.

Der Mehrspartenanschluss

Dieser Beitrag entstand sozusagen aus gegebenem Anlass, wie es so schön heißt. Es geht um die sogenannte Mehrspartenhauseinführung, auch genannt Mehrspartenanschluss. Das ist ein Bauteil, mit dessen Hilfe die Versorgungsleitungen für Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation durch Leerrohre sicher und gebündelt an einer Stelle durch die Bodenplatte oder die Außenwand in das Haus beziehungsweise in den Keller eingezogen werden.

Alles kein Problem

Und damit sind wir auch schon beim springenden Punkt. In den Kellerplänen platzierte unser Architekt die Wanddurchführung an einer Stelle, die wir nicht wollten. Wir merkten das an, und er verwies auf das Baustellengespräch mit dem Haus-Bauleiter; dabei sollten wir das Thema ansprechen und unsere Wünsche äußern, alles kein Problem.

Geht problemlos

Bei dem Bauleiter-Gespräch wurde deutlich, dass man die Versorgungsleitungen auch durch die Bodenplatte ins Haus einführen kann. Super. Wir machten einen Haken dran.

Der Haken daran: Im späteren Protokoll zum Baustellengespräch war der Mehrspartenanschluss noch immer an der Wand beschrieben.

Naja, kann ja mal vorkommen. In einer kurzen Mail an den Bauleiter stellten wir die Sache richtig. No problem!

Es schien auch alles klarzugehen. Denn sicherheitshalber riefen wir auch den Bauleiter der Firma an, die die Bodenplatte betonierte, um nochmals darauf hinzuweisen, wo das Bauteil hin sollte; nämlich auf den Boden vor der Innenwand des Haustechnikraumes. Das geht problemlos, versicherte uns der erfahrene Ingenieur.

Kein Problem draus machen

Umso größer dann die Überraschung vor Ort auf der Baustelle, als der Bautrupp die Durchführung zwar am Boden und auch im Technikraum anbringen wollte – allerdings in falscher Ausrichtung an der falschen Wand. „Nee, nicht hier, sondern andersrum dort drüben.“ Unserer Ansage folgte ein kurzes Telefonat des Kolonnenführers mit seinem Bauleiter. Oh, offenbar ein Missverständnis beim Telefonat des Bauherrn mit dem Bauleiter.

Also machen wir kein Problem draus, meint der Kollege vor Ort, wird wunschgemäß erledigt.

Ende gut, alles gut

Fazit: Am Ende war die Mehrspartenhauseinführung goldrichtig platziert, sodass wir die beiden Kellerräume, um die es ging, wie geplant nutzen können. Man muss halt nur dranbleiben. Oder wie der Schwabe sagt: „M´r muass halt mitnander schwätza.“ Any problem? No problem at all!

 

 

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