Zum Fertighaus den Fertigkeller

Fertigkeller

Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir auf Holzfertighäuser und Betonfertigkeller stehen. Für diejenigen unter euch, die sich ebenfalls für diese Art Hausbau entschieden haben, gehen wir der Frage nach, wie man zu seinem Fertigkeller fürs Fertighaus kommt. 

Wer baut Haus und Keller?

Beim Fertigkeller zum Fertighaus gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, ihr fahrt zweigleisig, das heißt, Haus- und Kellerbau werden von zwei Firmen abgewickelt. Oder ihr entscheidet euch für das Modell Haus und Keller „aus einer Hand“.

Probleme beim Kellerbau

Bei der ersten Variante, wenn Kellerbauer und Haushersteller komplett getrennt voneinander arbeiten, ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Denn trotz Vorfertigung kann es an der Schnittstelle zwischen Haus und Keller bei Planung, Abwicklung und Bau zu Problemen kommen, die der Bauherr unter Umständen teuer bezahlen muss; wenn sich mangels Terminabstimmung das Bauvorhaben verzögert oder Nacharbeiten notwendig werden, weil Haus und Keller nicht perfekt zusammenpassen. Auch doppelter Planungsaufwand mit eventuellen Abstimmungsproblemen kann Zeit fressen und teurer sein, als eine Gesamtplanung des Architekten.

Haus- und Kellerpartner

Besser ist es für die Bauherrschaft, wenn Haus- und Kellerunternehmen Hand in Hand arbeiten. Bei dieser Konstellation hat die Fertighausfirma entweder einen Fertigkellerhersteller als Subunternehmer, oder arbeitet zumindest mit einem in fester Kooperation. Das gilt für bundesweite Branchengrößen wie Glatthaar, Knecht oder Partnerbau, das können aber auch kleinere regionale Fertigkellerbauer sein.

Miete und Bauzeitzinsen

Bei durchgängiger Gebäudeplanung dürfte es keine Schnittstellen-Probleme geben, und die Bauzeit lässt sich verkürzen, weil Sicherheits-Pufferzeiten entfallen. Bei entsprechender Vorbereitung kann ein Bauvorhaben mitsamt Keller innerhalb von wenigen Monaten über die Bühne gehen.

Baufamilien, die in Miete wohnen, wissen dies besonders zu schätzen, weil sich die Zeit der finanziellen Doppelbelastung durch laufende Monatsmieten und die so genannten Bauzeitzinsen verkürzt.

Apropos Kosten. In dieser Konstellation mit eingespielten Firmen sollten mögliche Doppelkosten entfallen, weil es keine Parallelplanung gibt und keine überflüssigen Leistungen ausgeführt werden. Auch sollten sich die bis ins Detail geplante technische Ausführung und eine optimierte Projektabwicklung kostensenkend auswirken.

Partnerschaft gibt Sicherheit

Die eingespielten Partnerfirmen werden sich direkt verständigen und den Bauherrn nicht mit Abwicklungsaufgaben belasten. Oder andersherum ausgedrückt: So kann dem Bauherrn die lästige Koordination bei Planung und Bau von Haus und Keller weitestgehend erspart bleiben.

Ergo: Die Bauherrschaft steht, wenngleich sie formal zwei Vertragspartner hat, auf der sicheren Seite.

Haus und Keller aus einer Hand

Manche Hausbauunternehmen wie zum Beispiel Fingerhaus und Schwörer-Haus haben eigene Kellerbaufirmen und bieten Haus und Keller komplett „aus einer Hand“. Der Kunde bekommt dabei das ganze Objekt zum Gesamtfestpreis von einem Vertragspartner, der als Ansprechpartner für die reibungslose Abwicklung und den gesamten Bau geradesteht – und am Ende die Gewährleistung fürs Gesamtbauwerk übernimmt!

Den Keller von der Hausbaufirma

Falls ihr diese Konstellation gut findet, aber mit einem Fertighaushersteller bauen möchtet, der keinen Kellerhersteller als Schwester- oder Tochterfirma hat, gibt es für euch eine weitere Möglichkeit: Die Hausfirma verkauft den Keller mit. Auch somit habt ihr oben genannte Vorteile, müsst aber mit Mehrkosten rechnen. Denn der Haushersteller wird sich Handling und Gewährleistungspflicht auch für den Keller bezahlen lassen.

Den „Hauskauf“ gibt es nicht

An dieser Stelle noch eine kleine Richtigstellung. Der Einfachheit halber sprechen wir vom „Kauf“ eines Fertighauses oder Fertigkellers. Tatsächlich kauft man Haus und Keller nicht, sondern schließt einen Werkvertrag für den Bau ab. Aber wir wollen ja keine Haarspalterei.

 

2 Gedanken zu „Zum Fertighaus den Fertigkeller

    • 17. Dezember 2016 um 7:24 pm
      Permalink

      Peter Bachmann hat recht. Und das gilt nicht nur für Healthy Homes! Denn immerhin gilt das Edelgas Radon nach dem Rauchen als zweite Hauptursache für Lungenkrebs – das sagt auch der empfohlene Film aus. Zu den regionalen Unterschieden des Radonvorkommens: Hohe Konzentrationen finden sich vor allem in den süd- und südöstlichen Mittelgebirgslandschaften in Deutschland, wo Grundgebirge „ansteht“, wie der Geograph sagt. Das heißt, wo wie beispielsweise im Schwarzwald Buntsandstein bis nah an die Erdoberfläche reicht. Hier werden oft 40 bis über 100 Bequerel pro Kubikmeter in der Bodenluft gemessen.
      Für die in unserem Beitrag beschriebenen Fertigkeller gilt, dass deren Hersteller wie Bürkle Keller, Glatthaar Fertigkeller, Knecht, Partnerbau Fertigkeller oder Schwörer radondichte Keller anbieten.
      Weitere, detaillierte Infos zum Thema Radon findet ihr hier: http://www.radon-info.de/shtml/home.shtml

Kommentare sind geschlossen.