Freie Planung mit dem Architekten – für ein Fertighaus!

Plaungsgespräch mit dem Architekten

Ach nee!! Schon wieder kurz vor Mitternacht. Wieder ein Abend, an dem wir viel zu lange über unseren Grundriss-Zeichnungen brüten. Und am nächsten Morgen liegt der Esszimmertisch noch immer voll mit Grundrissprospekten, Bau-Zeitschriften, unseren eigenen Skizzen und dem ganzen Zeichenzeug…

Nehmen wir ein Typenhaus?

Wie wohl die meisten Bauaspiranten hatten wir jede Menge Bauzeitschriften gewälzt und Hausprospekte unter die Lupe genommen. Denn unsere erste Idee war, ein kleines aber feines Typenhaus zu bauen, vielleicht so 8 x 10 Meter groß. Wir wollten uns wohnmäßig verkleinern. Doch wir fanden einfach nicht DEN vorgeplanten Grundriss, der zu unserem Leben passte.

Fertighaus frei planen

Also gingen wir daran, selbst zu planen und saßen in dieser Phase manchen Abend, Samstag und Sonntag an unserem Ess-, oder in dieser Zeit besser „Zeichentisch“. Je länger wir herumplanten, desto größer wurde das Haus. Mal landeten wir bei 10 x 10 Metern, auch eine Version mit 11,75 x 9,50 Metern war dabei – und irgendwann waren wir dann bei einer individuellen Planung eines Zwei-Personen-Eigenheims mit 12 x 11 Metern; plus Erker auf der Südseite. Kaum kleiner als unser bisheriges Familienhaus. Das konnte es nicht sein!

Welche Hausgröße?

Naja, wir gewöhnten uns an die Dimensionen, denn Küche und Wohn-Esszimmer sollten entsprechend groß sein und zusätzlich wollten wir unbedingt ein separates Zimmer plus „Schrankzimmer“ sowie ein Gästebad im Erdgeschoss. Auch die lange Diele sollte gästefreundlich geräumig sein. Aber wir waren zumindest bei „nur“ 11,75 mal 10,50 Metern.

Fragen an den Architekten

Unsere Grundrisszeichnungen lagen auf dem Tisch, als wir mit unserem Schwörer-Architekten Bernd Diers in die weitere Planung einstiegen. Zu diesem Zeitpunkt gab es für uns noch einige Fragezeichen betreffend Türen- und Fensteranordnungen, Position des Schornsteins und der Positionierung von Haus und Carport auf dem Baugrundstück.

Wir fragten uns unter anderem: Ist die 5,50-Meter-„Spannweite“ der Wohnzimmerdecke ohne Stützen statisch machbar? Reicht es im Untergeschoss für einen Vorratsraum? Wo wird die Haustechnik untergebracht? An welchen Stellen sollen die Wasserleitungen vom Unter- ins Erdgeschoss und bis hinauf ins Dachgeschoss führen?

Grundriss-Zonierung gefällt

Der Architekt war super. Die von uns geplante Zonierung fand er gut: Küche in der Süd-Ost-Ecke des Hauses, Essen-Wohnen im Süden, die Nebenräume – auch aus energetischen Gründen – mit kleinen oder keinen Fenstern auf der Nordseite. Im Dachgeschoss unsere Schlafzimmer, ein modernes „T-Bad“ (siehe Grundrissplan), ein Abstellraum, und wie in unserem bisherigen Haus eine zentrale, offene Bibliothek.

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Alle Fragen beantwortet

Für all´ unsere Fragen und Probleme hatte Diers die passenden Lösungen. Das ging so schnell und reibungslos über die Bühne, dass wir echt baff waren. Darüber hinaus gelang es ihm, die Hausbreite ohne sichtbare Einbußen von 10,50 Metern auf 10,33 Meter zu reduzieren. Was jedoch vor allem daran lag, das dies „ein typisches Schwörer-Maß“ ist, wie er uns erklärte.

Keine Häuser von der Stange

Damit sind wir an einem wichtigen Punkt zum Thema Fertighaus. Dass Fertighäuser frei und individuell planbar sind, könnt ihr diesem Text entnehmen. Es handelt sich also um ein von vielen beharrlich gepflegtes Vorurteil, Fertighäuser seinen „Häuser von der Stange“. Die gibt es zwar auch – und wenn´s passt, ist das eine preiswerte Lösung – doch es geht, wie ihr seht, auch anders.

Wenn es Vorgaben seitens des Fertighausbauers gibt, dann sind es die sogenannten Rastermaße – in unserem Fall die 10,33 Meter – die die Vorfertigung der Holzfertighäuser optimieren. Probleme bei der Planung sollten sich daraus nicht ergeben.

 

Festpreisangebot fürs Fertighaus

So, der Architekt hatte also unsere Skizzen weitestgehend übernommen und versprach uns die ersten Hauspläne für die nächsten Tage. Das war donnerstags, und am Montag drauf bekamen wir die Pläne per Mail. Der Hammer.

In diese Entwürfe zeichneten wir ein paar wenige Detailänderungen wie Türanschlagsrichtungen und Fenstergrößen ein. Das war´s.

Daraufhin kamen die entsprechend überarbeiteten Pläne zurück, die die Basis für ein konkretes Festpreisangebot bildeten. Das haben wir mit größter Spannung erwartet. Wir erzählen euch davon…

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2 Gedanken zu „Freie Planung mit dem Architekten – für ein Fertighaus!

  • 22. November 2016 um 3:04 pm
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    Der Grundriss sieht richtig schnieke aus! Besonders der große Wohn-/Essbereich scheint dafür prädestiniert zu sein, später einmal das „Herzstück“ des neuen Traumhauses zu werden. Das komplette FamilyHome-Team ist schon jetzt auf weitere Fotos und Bauherren-Geschichten gespannt …

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    • 23. November 2016 um 10:51 am
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      Hallo FamilyHome-Team, freut uns, dass Euch die Grundrisslösung gefällt. Natürlich werden wir – nach dem Einzug – auch übers Wohnen in dem „Herzstück“ berichten. 😉

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